Wir feiern Sankt Martin, komm wir teilen.

Meins, deins – warum teilen wir?

Der kleine Junge, der vor 1700 Jahren in der römischen Provinz Pannonien (dem heutigen Ungarn) als Sohn eines römischen Offiziers geboren wurde, sollte ein besonderer Mann werden.

Einer, der später zum beliebtesten Heiligen auf der Welt wurde:

Sankt Martin.

Es ist vor allem eine Szene aus seinem Leben, die die Menschen fasziniert und an die jedes Jahr erinnert wird, wenn Hunderttausende Kinder mit Laternen durch die Straßen ziehen:

Ein kalter Wintertag. Martin, der römische Offizier, sieht den frierenden Bettler. Sieht dessen Not. Er nimmt sein Schwert, trennt den Mantel. Die Legende berichtet nicht, dass er lange überlegt hat. Oder ob er sich gefragt hat, ob der Bettler nicht selbst schuld sei an seinem Leid. Eine Szene, die über die Jahrhunderte zum Symbol für das Teilen wurde. Und bis heute ist. Apropos heute?

„Mein Fahrrad, meine Puppe, überhaupt: Alles ist meins! Ich teile nicht, nicht mit dir, mit niemandem! Warum soll ich teilen? Teilen macht keinen Spaß!“

Stimmt! Teilen macht nicht immer Spaß.

Teilen fühlt sich auch nicht gut an, wenn man selten etwas ganz für sich alleine hat.

Und Teilen kann auch richtig wehtun, wenn man sich plötzlich Mama oder Papa mit einem neuen Geschwisterchen teilen muss. Dann fällt das Teilen schwer, macht traurig oder sogar wütend.

Das Teilen und das Schenken haben zwei Seiten. Die eine Seite findet man vielleicht nicht so toll, weil man sich von etwas trennen muss. Die andere Seite bringt schöne Gefühle: Freude und Dankbarkeit.

Es kommt ganz darauf an, warum ich etwas mit jemandem teile oder etwas verschenke. Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteilter Schmerz ist halber Schmerz – so sagt man. Und tatsächlich: Die Freude ist größer, wenn sich ein anderer mit mir freut und der Kummer wird weniger, wenn mir jemand zuhört und Trost schenkt.

Mitgefühl ist das Zauberwort. Mitgefühl hatte St. Martin mit dem Bettler. Ihm war es egal, dass er dafür bestraft wurde.

In vielen Regionen und Gemeinden finden zum Martinstag Aktionen zum Thema „Teilen“ statt.

Meins, deins,

komm wir teilen das,

mal wird eins mehr,

mal wird eins weniger,

aber immer wird

aus meinem

und deinem

UNSER

 

In diesem Jahr dürfen wir leider keinen Martinsumzug feiern. Es gibt so vieles, auf das wir gerade verzichten müssen. Aber es gibt auch Dinge, die wir tun können.

Komm mach mit!

Wie wäre es, wenn ihr mit Mama und Papa Brötchen backt und diese dann teilt. Vielleicht zündet Ihr dazu ein Licht in eurer Laterne an. Macht davon ein Foto und dieses teilen wir hier mit euch auf dieser Internetseite.

Schickt das Foto einfach an: OHZ(at)heilige-familie-ohz.de

Wir würden uns freuen, wenn ihr mitmacht. Das Rezept für die Brötchen findet ihr hier auf der Seite.

Und jetzt viel Spaß beim Backen und Teilen.